preload preload

Aktuelles

2. VEP Forum beweist Weitblick - bis ins Jahr 2030

12.02.2014

Am 5. Februar 2014 bewies das VEP-Forum Erlangen in der Tat Weitblick: Auf der Tagesordnung stand das Jahr 2030. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren eingeladen, die langfristigen Ziele für den Verkehr in Erlangen zu diskutieren.

Erste Vorschläge kamen aus der Verwaltung, die die gesetzlichen Vorgaben und bisherigen Zielformulierungen im Vorfeld zusammengetragen hatte. Dieses „Gerüst“ an Vorgaben sollte nun mit Leben gefüllt werden. Und lebendig ging es tatsächlich zu. Über 50 Forums-Mitglieder und Gäste waren der Einladung ins Palais Stutterheim gefolgt und nutzten die Gelegenheit, eine Vielfalt von Vorschlägen einzubringen und zu diskutieren.

Bevor es mit den Diskussionen losging, berichtete die Verwaltung vom aktuellen Stand der Planung.

 

Das Jahr 2030 - Alles wie gehabt?

So stellte die Abteilung für Verkehrsplanung die ersten Prognoseergebnisse des Verkehrsmodells vor. Vor allem der Blick auf den Modal Split, also die Verteilung von motorisiertem Verkehr (MIV), Fahrrad, Fußgängern und ÖPNV auf das Verkehrsaufkommen, war überraschend. Denn das Modell zeigt, dass sich bei einem „Weiter so“ der Verkehrsentwicklung der Modal Split bis 2030 nur sehr geringfügig ändern wird.

Die starke Dominanz des Autoverkehrs und die untergeordnete Rolle des ÖPNV werden das Verkehrsgeschehen in Erlangen also auch in den nächsten zwei Jahrzehnten noch prägen - es sei denn, die Planung findet geeignete Wege, den Trend zum Umsteigen zu fördern.

Ein Überblick über die Berechnung, die daraus resultierenden Ergebnisse und das weitere Vorgehen können dem aktuellen Verkehrsbericht (Link zum Download) entnommen werden.

Gute Aussichten für einen Wandel der Mobilität

Grundsätzlich stehen die Vorzeichen dafür gut. Ein zweiter Vortrag zu aktuellen Gesellschafts- und Mobilitätstrends zeigte, dass die immer stärkere Durchdringung der Gesellschaft mit Informations- und Kommunikationstechnologien, allen voran das Smartphone, die unterschiedlichen Formen der Elektromobilität sowie die starken Zugewinne der verschiedenen Formen des (Auto-)Teilens Mobilitätsmuster deutlich verändern. Davon kann vor allem der Umweltverbund profitieren.

Allerdings sind solche Trends keine selbsterfüllenden Prophezeiungen. Ob langfristig mehr Wege mit dem Fahrrad, zu Fuß und dem ÖPNV erledigt werden, hängt auch von der aktiven Gestaltung des Verkehrssystems und der Schaffung attraktiver Angebote ab.

Das Ziel ist wichtig…

Nun bekamen die Forums- Teilnehmer Gelegenheit, die Richtung für diese Gestaltung mit festzulegen. Nach dem Motto „Das Ziel ist wichtig, um den Weg zu finden“ formulierten die TeilnehmerInnen ihre Anforderungen für den Verkehr 2030. Vier übergeordnete Handlungsfelder waren von der Verwaltung vorgeschlagen worden:

  • Erlanger Mobilität - Zusammenspiel aller Verkehrsarten
  • Integrierte Stadtentwicklung - Erlangen als Stadt mit hoher Lebensqualität
  • Erlangen als attraktiver Standort in der Region
  • Gerechte und nachhaltige Finanzierung des Verkehrs

Hierzu gab es zahlreiche Ergänzungsvorschläge durch die TeilnehmerInnen, die in der Dokumentation vollständig wiedergegeben werden.

… um den Weg zu finden.

Die Planer stehen nun vor der Aufgabe, die Vorschläge zu sichten und sie zu strukturieren. Im Ergebnis soll ein Zielkorridor gefunden werden, der die Richtung für die weiteren Arbeiten vorgibt. Dieser wird auf der nächsten Sitzung des Forums vorgestellt werden.

Einen „Probelauf“ durch den Zielekorridor werden die Planer dann zunächst für den ÖPNV antreten. Hier sind Zeit- und Handlungsdruck momentan am höchsten, so dass die Erarbeitung von Maßnahmen schon vorgelagert erfolgt. Die definierten Zielvorgaben sind dafür eine wesentliche Richtschnur. Gleichzeitig werden sie jedoch immer wieder auf Überarbeitungsbedarf hin überprüft werden.

Wiederaufnahme der Diskussion im Beteiligungsverfahren

Die schlussendlichen Zielvorgaben werden zu einem späteren Zeitpunkt konkretisiert werden. Vorher werden auch alle anderen Interessierten aus Erlangen und Umgebung noch die Möglichkeit bekommen, sich aktiv in die Diskussion einzubringen.

Grundlage dafür ist das erweiterte Beteiligungsverfahren. Auch dieses wurde auf der Sitzung des Forums vorgestellt. Die Verwaltung schafft jetzt die technischen Grundlagen, um die Diskussion zur Zukunft des Verkehrs in Erlangen in den nächsten Monaten auf einer noch breiteren Basis führen zu können.

 

Downloads

 

Kalender

Keine Einträge gefunden

Kontakt

Sie haben Fragen oder Anregungen zum VEP-Fortschreibungsprozess? Gerne können Sie uns kontaktieren!

Twitter @VEP_Erlangen