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Bürgerbeteiligung

Schema des Beteiligungskonzepts (Klick für größere Version)
Schema des Beteiligungskonzepts

In Erlangen soll Planung nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger stattfinden, sondern mit ihnen.

Daher soll bei allen Planungen die Bevölkerung frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen werden. Jeder, der dies möchte, soll Gelegenheit erhalten, eigenes Wissen und eigene Erfahrungen einzubringen, Ideen zu entwickeln, Vorschläge einzubringen und offen zu diskutieren. Ziel ist es vor allem, dadurch die Planung zu verbessern. Gleichzeitig soll aber auch Transparenz hergestellt und das Verständnis dafür verbessert werden, dass in der Verkehrsplanung nicht immer alles machbar ist und nicht immer alle zufriedengestellt werden können.

Für den Verkehrsentwicklungsplan bedeutet dies, dass zusätzlich zu den projektbegleitenden Gremien alle Erlangerinnen und Erlanger eingeladen werden, sich aktiv in die Diskussion einzubringen. Dafür wird es ein umfassendes Bürgerbeteiligungsverfahren geben, das zu den jeweiligen Meilensteinen die Möglichkeit gibt, in einen Dialog über Ziele und Maßnahmen einzutreten.

Die erste Phase des Beteiligungsverfahrens lief vom Mai bis Juli 2014. Insgesamt 470 Hinweise sind in der Veranstaltung, über die Online-Plattform oder die Postkarten in den Prozess eingebracht worden. Das Beteiligungsverfahren soll im Jahr 2015 fortgesetzt werden. In welcher Form, auf welchen Kanälen und wann dieses genau geschieht, wird rechtzeitig angekündigt werden.

1. Phase des Bürgerbeteiligungsverfahrens

In der ersten Phase der Bürgerbeteiligung vom 6. Mai bis 3. Juni 2014 wurden unter dem Motto "Busse und Bahnen... wo müssen wir ran?" folgende drei Beteiligungskanäle angeboten:

  • Die Bürgerinformation am 6. Mai 2014 stellte den Auftakt der Bürgerbeteiligung zum VEP Erlangen dar. Mit einem interessanten Mix aus Vorträgen und Kleingruppenarbeit waren alle Interessierten dazu eingeladen, ihre Hinweise zum ÖPNV-Angebot vorzubringen und gemeinsam zu diskutieren. Alle Hinweise wurden im Anschluss an die Veranstaltung in die Online-Plattform übertragen.
  • Die Online-Plattform www.mitmachen.vep-erlangen.de gab zunächst vom 6. Mai bis 3. Juni 2014 die Möglichkeit, sich unabhängig von Raum und Zeit am VEP-Prozess zu beteiligen. Auf interaktiven Karten konnten Hinweise zum Nahverkehrsangebot in Erlangen eingetragen werden, die Hinweise anderer Nutzer kommentiert werden und ggf. unterstützt werden.
  • Wer keine Zeit hatte, an abendfüllenden Veranstaltungen teilzunehmen oder sich nicht online beteiligen konnte oder wollte, hatte die Möglichkeit eine der 5.000 vorstrukturierten Postkarten ausfüllen, die im Stadtgebiet im Zeitraum vom 6. Mai bis 3. Juni 2014 auslagen. Die Rücksendung war für die Teilnehmenden kostenlos und die auf diesem Wege eingehenden Hinweise wurden auch in die Online-Plattform übertragen.

Die erste Phase der Beteiligung dient als "Testballon" für die nächsten Phasen der Bürgerbeteiligung zum VEP Erlangen. Eine Evaluation im Nachgang zur ersten Phase stellt den gemeinsamen Lernprozess aller beteiligter Akteure sicher.

Auswertung und Ergebnisse

In der ersten Phase des Beteiligungsverfahrens gingen über die Online-Plattform, auf der Bürgerveranstaltung sowie auf den Postkarten insgesamt 423 Rückmeldungen in der Stadtverwaltung ein. Alle Hinweise wurden einzeln bewertet und daraufhin überprüft, inwieweit die angesprochenen Themen, Probleme und offenen Fragen in die ÖPNV-Konzeption aufgenommen bzw. in dieser gelöst werden können. Die Ergebnisse der Prüfung sowie die jeweiligen fachliche Stellungnahmen wurden in einer Tabelle zusammengefasst, die im Download-Bereich zur Verfügung steht.

Die zahlreichen und teilweise sehr kleinteiligen Hinweise zeichnen ein insgesamt stimmiges Gesamtbild zur Frage: „Wie sieht das Netz aus, das die Erlanger/innen sich wünschen?“

Dieses stellt sich als ein "ÖPNV-Netz aus einem Guss" dar, das unter anderem folgende Kennzeichen aufweist:

  • Hoher Integrationsgrad bei Stadt und Regionalbussen unter anderem hinsichtlich Information, Linienführung, Fahrplan, Fahrzeuganforderungen, Haltestellen
  • Integration auch mit dem Schienenverkehr und mit dem Rad- und Pkw-Verkehr
  • Direkt, schnell, hoher Erschließungsgrad,
  • Direktverbindungen, auch „ums Zentrum herum“
  • Durchgängig hohe Qualitäten, z.B.
    • Barrierefreiheit über alle Systemelemente
    • Ausreichend Kapazität auch in Spitzenzeiten
    • Echtzeit-Information über die gesamte Reisekette
    • Faire Preise
  • Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV durch „Push-and-Pull“, z.B.
    • Park-&-Ride ausbauen
    • Parkraumbewirtschaftung einführen,
    • Fahrradstellplätze an Verknüpfungspunkten
    • Aufteilung des Straßenraums (Busspuren, Radspuren etc.)

Diese grundlegenden Aspekte und zahlreiche weitere Hinweise fließen in die Rahmenkonzeption für das Busnetz mit ein.

 

Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern für die Anregungen und Hinweise und laden Sie herzlich zu einer abschließenden Bürgerinformationsveranstaltung am 7. Juli um 18:00 Uhr im Redoutensaal ein.

Bei dieser Veranstaltung stellen wir Ihnen das fertige Plannetz vor und Sie haben die Möglichkeit zu erfahren, wie Ihre Hinweise umgesetzt wurden.

 

Letzte Aktualisierung: 02.10.2017

 

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